NABU-Nistkasten-App - Wer nistet wo in Köln?


Die Brutzeit hat begonnen – Augen auf bei der Gartenarbeit!

Foto: NABU/Sabine Teufl
Foto: NABU/Sabine Teufl

04.03.2024

Mit den frühlingshaften Temperaturen erwacht bei vielen Menschen auch die Motivation endlich wieder im Garten tätig zu werden, doch es gibt einige Dinge zu berücksichtigen.

 

Vom 1. März bis zum 30. September ist offiziell Vogelschutzzeit, diese ist im Bundesnaturschutzgesetz in §39 geregelt. Damit soll sichergestellt werden, dass Vögel (und andere Wildtiere ebenso) ungestört ihre Jungen aufziehen und sich fortpflanzen können.

 

 

Was bedeutet das jetzt für alle GartenbesitzerInnen?

 

Insbesondere Hecken werden von zahlreichen Vogelarten nicht nur zum Brüten genutzt, sondern auch als Versteck- und Schlafplatz und dürfen in der Vogelschutzzeit – wenn überhaupt – nur sehr sanft geschnitten werden und auch nur dann, wenn vorher geprüft wurde, dass sich dort keine Nester befinden.

 

Was gar nicht in dieser Zeit erlaubt ist, ist Bäume, Hecken und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder ganz zu beseitigen. Verstöße gegen diese Regelung sind kein Kavaliersdelikt! Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen rechnen.

 

Wir appellieren an alle GartenbesitzerInnen die Pflegeschnitte auf nach der Brutzeit zu verlegen und Rücksicht auf die Gartenvögel und andere Wildtiere, wie Igel oder Gartenschläfer zu nehmen!

 


 

Feldsperling bei der Fütterung seines Jungtieres am Nistkasten. Foto: Marlies Weber

Der NABU Köln betreut verteilt im gesamten Stadtgebiet ungefähr 1.500 Nisthilfen – vorrangig auf den städtischen Friedhöfen.

 

Im Rahmen unseres neuen Projektes sollen alle von uns betreuten Nisthilfen mit GPS verortet und anschließend in die NABU Nistkasten App von Naturgucker übertragen werden.

 

Dabei geht es nicht nur um Vogelnistkästen, sondern beispielsweise auch um Fledermauskästen und Wildbienennisthilfen. Ziel ist es zunächst einen vereinfachten Überblick in digitaler Form über alle Nisthilfen zu haben, da diese bislang ganz altmodisch auf Papierkarten verortet wurden.

 

In der App können dann zu einzelnen Nisthilfen Informationen und Fotos hinterlegt werden, sodass Bruterfolge ermittelt werden können. Über ein Ampelsystem kann dann eingesehen werden, welche Kästen gereinigt oder auch repariert werden müssen. Die App soll unseren ehrenamtlichen Projektgruppen die Arbeit erleichtern und sammelt gleichzeitig wichtige ökologische Daten zur Kölner Vogelwelt.

 

Im Herbst 2024 planen wir eine Schulung für interessierte Personen, die Nistkasten-Paten werden möchten. Das bedeutet, es werden Lerninhalte vermittelt, wie man Nistkästen richtig aufhängt, reinigt und wie der Nistkasteninhalt zu interpretieren ist. Sodass die Schulungsteilnehmer im Anschluss eigenständig mit der App arbeiten können und beispielsweise Nistkasten- Patenschaften für Friedhöfe oder Teilbereiche übernehmen.

 


 



Andere NABU-Gruppen arbeiten bereits mit der NABU Nistkasten App von Naturgucker.

Für Android Geräte ist die App bereits kostenfrei erhältlich. Die IOS Version soll im ersten Quartal 2024 kommen.

Wer sich das Ganze mal anschauen möchte, kann mal bei den Kolleginnen und Kollegen vom NABU Renningen-Malmsheim vorbeischauen

 

NABU Nistkasten App von Naturgucker