
Nicht nur den Menschen, sondern auch viele wildlebende Tiere zieht es vom Land in die Städte. Wobei es beim Menschen eher Gründe, wie Anbindung, Freizeitmöglichkeiten oder Jobs sind, ist es bei den Tieren leider oft ein Akt der Verzweiflung. Monokulturen, überdünge Felder und Bauvorhaben, wie Straßen oder Brücken erschweren den Tieren ihren gewohnten Alltag. Der Mensch entzieht den wilden Tieren also ihren Lebensraum außerhalb der Städte, durch zu wenig Nahrung, Lebensraum und Sicherheit.
Was man im ersten Moment nicht unbedingt denkt, ist, dass die Artenvielfalt in den Städten grundsätzlich höher ist, als auf dem Land. Durch Parks, Stadtwälder, Friedhöfe und Siedlungen werden den Tieren neue Lebensräume geboten und das Nahrungsangebot ist durch die Abfälle des Menschen deutlich höher. In vielen Städten herrschen wärme Temperaturen und es gibt bessere Unterschlupfmöglichkeiten, als in ländlichen Regionen. Dadurch sind die Winter milderer, weshalb das Überwintern in den Städten häufig einfacher ist.
Es gibt also ein Vielzahl an Gründen, warum die Wildtiere näher an unsere Bereiche gezogen sind.
Wie wir Menschen den wilden Tieren am besten begegnen und ihnen einen angenhmen Lebensraum schaffen, erfahren Sie hier.
Im Rahmen eines studentischen Projekts zum Thema: „Wildleben in der Stadt“ veranstalten wir diesen Sommer und Herbst ein Melderegister für die Füchse in Köln und Umgebung. Alle Personen, die einen Fuchs gesehen oder sogar gehört haben, können diesen bei unserem Meldeformular melden.
Anhand der Meldungen kann der NABU den Bestand einschätzen und diese Erfassungen geben wichtige Hinweise, um die Lebensräume zu sichern und mögliche Verhaltensänderungen der Füchse festzustellen.
Also Ohren und Augen auf, um keinen Fuchs mehr zu übersehen.

1. Es ist wichtig, die Tiere nicht zu füttern, um die natürliche Distanz nicht zu verlieren, da viele Wildtiere sonst ihre Eigenständigkeit verlieren oder krank werden, bzw. sterben könnten, wenn sie etwas Giftiges fressen

2. Bei der Begegnung mit einem wilden Tier sollte Ruhe bewahrt werden, um das Tier nicht zu erschrecken oder es zu provozieren. Hunde sollten grundsätzlich immer angeleint werden, um die Wildtiere zu schützen und Konflikte zu vermeiden

3. Wenn verletzte oder hilfsbedürftige Tiere entdeckt werden, sollten Fachstellen wie Wildtierstationen, Naturschutzbehörden oder die Polizei informiert werden. Eigenständige Rettungsversuche sind oft gefährlich und können dem Tier zusätzlich schaden.

4. Damit sich die Wildtiere, wie Waschbären oder Wildschweine erst gar nicht an unseren Abfällen bedienen, sollte der Müll unzugänglich sein. Lebensmittel sollten, wenn möglichst nicht offen kompostiert werden, die Mülltonnen gut verschlossen bleiben und anderer Müll so kurz, wie möglich auf der Straße stehen.

5. Ein großes Problem sind die Wildunfälle, die häufig auf Schnellstraßen oder auch in der Stadt passieren können. Gerade in der Dämmerung und auf Strecken durch Wälder und Felder beziehungsweise städtische Gegenden, in denen Wildtiere leben, sollten Sie besonders achtsam fahren und die Geschwindigkeit reduzieren. Besonders gefährlich ist das Fernlicht, welches bei einer Begegnung direkt ausgeschaltet werden sollte, da es den Tieren jegliche Orientierung nimmt.
Wildtiere greifen nicht grundlos an - ihr Verhalten ist in den meisten Fällen durch den Menschen ausgelöst. Während Zeiten, wie Paarung, Brut und wenn Nachwuchs in der Nähe ist, können viele Tiere, die eigentlich eher scheu sind, wehraft werden.
Hier sind einige Mythen und Fragen, die uns häufig gestellt werden:
1. Wann können Wildschweine gefährlich werden?
Was tun, wenn es zu einer Begegnung kommt?
2. Sind Füchse Überträger von gefährlichen Krankheiten?
Der Mythos, dass die Zutraulichkeit von Füchsen durch Krankheiten, wie Tollwut kommen kann, hat oft andere Gründe:
Wann sollte man trotzdem vorsichtig sein?
Die Gefahr, dass ein zutraulicher Fuchs krank ist, ist jedoch nicht bei null. Deshalb sollte trotzdem achtsam gehandelt werden. Wenn der Fuchs apathisch wirkt, torkelt oder aggressiv wirkt, könnte er krank sein - In diesem Fall lieber Abstand halten.

3. Sind Waschbären so harmlos, wie sie aussehen?
Von ihrem niedlichen Aussehen sollte man sich nicht täuschen lassen, da sie eche Überlebenskünstler sind und auch wehrhaft sein können.
Deshalb sollte man auf folgende Anzeichen achten und überlegt handeln:
