Die Arbeiten an der Grünbrücke über die A3 schreiten voran.
Zwischenzeitlich ist die Rampe zur Wahnerheide mit einem Böschungswinkel von 1:10 nahezu vollständig mit einem Sand-Kies-Gemisch aufgefüllt. Es folgt der Einbau von Kleinstrukturen mit Tonen für partielle Kleingewässer und Grauwackeschiefern als wärmegetönte Reptilienlebensräume.
Noch im frühen Jahr wird eine Teilbepflanzung erfogen, insbesondere in den Randbereichen der Brücke und auf Teilflächen der Rampen. Die zentralen Bereiche bleiben einer gesteuerten Sukzession vorbehalten. Die Steilböschungen zur Autobahn sind mit Mutterboden abgedeckt und werden künstlich begrünt.
Wir unterrichten Sie laufend über die weiteren Entwicklungsmaßnahmen.
Seit einigen Tagen ist im Auftrag des Landesbetriebes Straßen-NRW mit dem Rückbau der ehemaligen belgischen Kaserne begonnen worden.
Fast genau 10 Jahre sind nach dem Rückzug der belgischen Streitkräfte zwischenzeitlich ins Land gegangen, bis es endlich zu diesen ersten konkreten Schritten kommen konnte. Der Rückbau erfolgt durch Straßen-NRW als Ausgleichsmaßnahme für verschiedene Eingriffe im Zuge des Ausbaus des Kölner Autobahnringes.
Die Abbruchmaßnahmen erfolgen in diesem und im nächsten Winterhalbjahr. Während der Vegetationszeit ruhen die Arbeiten aus Biotop- und Artenschutzgründen. Ein großer Teil der Gebäude kann wegen des fortgeschrittenen Zerfallsstadiums nicht mehr entkernt werden, so dass die Separierung der unterschiedlichen Abbruchmaterialien (Metalle, Holz, Glaswolle aus Dämmisolierungen, Steine und Betonelemente) während des Abbruchvorganges teilweise motormanuell erfolgen muss. Nach der ersten Abbruchphase wird ein Teil der Materialien über die Vegetationszeit vor Ort verbleiben. Im nächsten Herbst- / Winterhalbjahr wird eine Brechanlage eingerichtet.
Die Maßnahmen werden durch eine ökologische Baubegleitung kontrolliert, in der auch alle Artenschutzüberlegungen laufend eingearbeitet werden, so dass auch kurzfristig artenschutzrelevante Handlungsänderungen erfolgen können. Da ein nicht unerheblicher Teil des Geländes schon schützenswerte Entwicklungsstadien enthält, sind entsprechende Tabu-Zonen eingerichtet.
Über die weitere Entwicklung werden wir laufend berichten.
Der NABU Stadtverband Köln, der in Gut Leidenhausen eine Kindergruppe betreute, möchte ab Januar 2012 die Aktivitäten wieder aufnehmen.
Das Gelände um Gut Leidenhausen bietet aufgrund seiner Naturnähe einen fantastischen Ausgangspunkt für vielfältige Aktionen. Ob es die Themen Vogelschutz, Amphibien, Bienen und Insekten, Streuobstwiesen oder Fledermäuse sind: Die jungen Naturschützer sollen zu vollem Einsatz für die Umwelt angespornt werden.
Eine Jugendgruppe bedeutet spannende Spiele, neue Freunde, eine Menge Wissen über die Natur und die Umwelt und natürlich viel Spaß.
Für die Betreuung der Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren suchen wir ehrenamtliche Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter.
Einmal im Monat, samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr, sollen die Kinder mit Spiel und Spaß die Natur erleben. Wenn Sie Interesse haben und uns helfen wollen, wenden Sie sich bitte an:
NABU Köln
Georg-Kaiser-Str. 5
50829 Köln
info@nabu-koeln.de
Tel. 0221 / 790 28 89 (Di. und Do. 08.00-11.00 Uhr)
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Seit nunmehr 20 Jahren ist der NABU Köln in der Pflege des Naturschutzgebietes "Am Ginsterpfad" aktiv.
Die Pflegemaßnahmen werden in den Wintermonaten von ehrenamtlichen NABU-Helfern mit Unterstützung unserer Jugendgruppen durchgeführt.
Am 10. Dezember begannen die diesjährigen Arbeiten. Lesen Sie dazu unseren Bildbericht.
Der Zugang in die Wahnerheide ist nun auch über Camp Spich möglich.
Die Toranlage ausgangs des Camp Spich ist nunmehr errichtet, so dass die Wahnerheide nun auch von dort aus betreten werden kann. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es ein selbstschließendes Seitentor mit Wildrost.
Der Eingang ist bereits auf unserer Wanderkarte markiert.
Wer nachts über Waldstraßen fährt oder durch Parks spaziert, bemerkt z. Zt. im Scheinwerfer- und Laternenlicht häufig den Schwarmflug kleiner heller Falter.
Der Kleine und der Große Frostspanner schwärmen auf der Suche nach den paarungsbereiten, flugunfähigen Weibchen, die in den Kronen der Wirtsbäume die Falter mit Sexualduftstoffen (Pheromonen) anlocken.
Nach der Paarung - die Falter haben nur eine Lebensdauer von wenigen Tagen - erfolgt die Eiablage in Rindenritzen, in denen die Eier überwintern.
Zum Blattaustrieb im Frühjahr schlüpfen die jungen Raupen und beginnen sofort mit dem Fraß der jungen Blätter. Die Raupen können erhebliche Schäden bis hin zum Kahlfraß der Wirtsbäume (Eichen, Buchen, Hainbuchen und Obstbäume) verursachen. Im Obstbau verwendet man deshalb häufig Leimringe an den Stämmen, um die Weibchen beim Hochklettern abzufangen.
Da die flugunfähigen Weibchen ortsgebunden sind, erfolgt die Verbreitung durch die frisch geschlüpften Eiraupen, die Fäden spinnen und dann an diesen über den Wind verdriftet werden.
Der Kleine Frostspanner spinnt zwischen jungen Blättern ein dünnes Gespinst zum Schutz gegen Freßfeinde, zu denen insbesondere unsere Meisen zählen, denen die jungen Raupen eine willkommene Beute für ihre Jungen sind; der Einsatz chemischer Mittel verbietet sich schon deshalb.
Übrigens, selbst kahlgefressene Bäume überleben durch den Johannistrieb im späten Juni, wenn nicht noch weitere Sekundärschäden auftreten.

Seit 1984 betreut der NABU Köln die Amphibien-Teiche in Finkens Garten. Auch in diesem Jahr wurde die Sanierung der Teiche mit der tatkräftigen Hilfe aktiver NABU-Mitglieder fortgeführt. Lesen Sie dazu unseren kleinen Bildbericht.
An diesen Tagen findet zum zweiten Mal die bundesweite "Stunde der Wintervögel" statt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.
Es soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld gezählt werden.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Es lassen sich auch Gastvögel beobachten, die im Winter aus kälteren Regionen nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in großer Zahl auch Invasionsvögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf.
Und so funktioniert die "Stunde der Wintervögel": Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können telefonisch über die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr - oder im Internet unter www.stundederwintervoegel.de gemeldet werden.
Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung. Meldungsschluss für die an den genannten Tagen beobachteten Vögel ist der 16. Januar 2012.