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Krötenrettung in Longerich Eine Gruppe von Aktiven des NABU Arbeitskreises Amphibien- und Reptilienschutz hat am 23.04.09 auf Bitten der Bezirksregierung und der Unteren Landschaftsbehörde eine Aktion zur Umsiedlung von Kreuzkrötenlarven in Köln-Longerich durchgeführt. Bei Einbruch der Dunkelheit brach die Gruppe auf, um in auf einem designierten Baugelände der HGK liegenden Kleingewässern Laichschnüre und Kaulquappen der Kreuzkröte ( Bufo calamita) zu suchen. Diese sollen in neue Gewässer umgesiedelt werden, die als Ausgleich für die Zerstörung der bisherigen Laichgewässer auf dem Baugelände von der HGK angelegt werden mussten. In einer vierstündigen Aktion gelang es der Gruppe Tausende von Kaulquappen aus austrocknenden Kleingewässern zu bergen und in eins der neu angelegten Gewässer umzusiedeln. Hier können sie mit etwas Glück zu kleinen Krötchen von einem halben Zentimeter Länge heranwachsen und eine neue Population begründen. Die Kreuzkröte ist eine stark gefährdete Ampibienart. Sie ist an offene und trockene Lebensräume angepasst. Im Köln waren dies historisch die kiesigen Uferbereiche des Rheins, die mit der Eintiefung und Kanalisierung des Flusses im letzten Jahrhundert vollständig verloren gingen. Die Kreuzkröte wich in die Kölner Kiesgruben aus, die ähnliche Verhältnisse boten. Mit dem Schließen einer großen Zahl von Kiesgruben in Köln hat die Kreuzkröte auch einen Großteil ihrer Ersatzlebensräume verloren. Sie ist in unserer Stadt zum Überleben auf die Hilfe des Menschen angewiesen. |
Der (teilweise) scheidende Vorstand: Frank Wächtler, Klaus Simon, Wolfgang Raff und Bernd Müller
Der neue Vorstand (Teil 1): Jörg Pape, Wolfgang Raff, Maja Masanneck
Der neue Vorstand (Teil 2): Wolfgang Kayser und Yvonne Bowman |
Neuer NABU-Vorstand gewählt! Am 23.03. fand in der Veranstaltungshalle des Kölner Zoos im Tropenhaus die Jahreshauptversammlung des NABU Stadtverbandes Köln statt. Nach den Jahres- und Kassenberichten und der Entlastung des Vorstandes wurde unter der Leitung von Albrecht Priebe die Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt. Zur Wahl standen Jörg Pape als Erster Vorsitzender, Maja Masanneck als Zweite Vorsitzende, Wolfgang Raff als Schatzmeister, Wolfgang Kayser als Schriftführer und Yvonne Bowman als Stellvertretende Schriftführerin. Sie wurden mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung in ihre Ämter gewählt und nahmen die Wahl an. Der neue Vorstand bedankte sich beim scheidenden für seine erfolgreiche Arbeit in den letzen Jahren. In einer kurzen Ansprache umriss Jörg Pape die Vorstellungen des neuen Vorstandes zur Wahrung der Kontinuität und Weiterentwicklung der Arbeit des Stadtverbandes. Die Kontinuität sei schon deswegen gewährleistet, da Wolfgang Raff, Klaus Simon und Bernd Müller aus dem „alten“ Vorstand in verschiedenen Rollen weiterhin aktiv mitarbeiten. Bernd Müller schlug Klaus und Irmgard Simon für die Ehrenmitgliedschaft des NABU Stadtverbandes Köln vor. Dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit von der Versammlung angenommen. |
Falko Nettekoven macht Natur erlebbar. |
Die „Sinnliche Begegnung“ mit der NaturNaturerleben mit und ohne HandicapFalko Nettekoven, langjähriges Mitglied des Kölner NABU und selbst gehandicapt, hat das vergangene halbe Jahr genutzt, um sich Gedanken über neue Möglichkeiten zu machen, Natur für „behinderte“ Menschen erlebbar zu machen. Das Ergebnis sind Natur-Erlebnisexkursionen
mit Sinneserfahrungen für "anders begabte" Menschen und Interessierte,
die nicht so gut zu Fuß sind. Das gemeinsame Erleben kann
für die
Teilnehmenden eine wertvolle Erfahrung sein.Ein
erstes Angebot von Exkursionen findet sich im Programm
2009. Weitere Themen, z. B das Beobachten von Fledermäusen,
das Kochen mit Wildkräutern,
Klettern, unser Kosmos und die Entwicklungsgeschichte des Lebens usw. sind
geplant. Wer Ideen, Fragen oder Wünsche hat, sendet diese
bitte an falko@nettekoven.de. |
Frauenquote nicht erfüllt |
Neue Kinderstube für die KreuzkröteAm Mittwoch, 4. März, hat eine Gruppe Freiwilliger und Ehrenamtler des NABU auf einer Ausgleichsfläche der Bahn AG in Porz-Wahn mit der Anlage eines neuen Laichgewässers für die Kreuzkröte begonnen. Zwar war an dieser Stelle schon einmal ein Gewässer angelegt worden, wegen fehlender Abdichtung führte es aber nie ausreichend Wasser. Nur wird das Gewässer vertieft und anschließend mit Ton abgedichtet. Da manche Hundebesitzer die Anlage eines Teiches als Anlage eines Badegewässers für ihren Hund mißverstehen, sei hier noch einmal auf Folgendes hingewiesen: Badende Hunde zerstören Laichschnüre von Kröten, schädigen die für die Fortpflanzung von Molchen notwendige Unterwasservegetation und beunruhigen die Tiere während des „Laichgeschäfts.“ Deshalb lassen Sie Ihren Hund nicht (!) in natürlichen Gewässern baden! Weitere Informationen: klaus.simon@nabu-koeln.de |
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Kindergruppe Leidenhausen: Frühjahrsputz am WaldtümpelDie Kinder- und Jugendgruppe Leidenhausen pflegte am 2. März einen im Wald um Gut Leidenhausen liegenden Tümpel. Um das Gewässer vor dem Verlanden zu bewahren, entfernten die Kinder mit Begeisterung Herbstlaub und ins Wasser gefallene Äste. Beobachtet wurden sie dabei von ersten Grasfröschen, die aus sicherer Entfernung, nur die Köpfe aus dem Wasser streckend, dem für sie sicher sehr aufregenden Treiben zuschauten. Sie werden den Einsatz der Kinder zu schätzen wissen, denn nun steht ihnen ein optimales Gewässer für die Laichablage und ihren Kindern, den Kaulquappen eine erstklassige Kinderstube zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Kindergruppen: bernhard.kowe@nabu-koeln.de |
Ort des "Naturforums": Veranstaltungshalle im Tropenhaus des Zoos
Feuersalamanderlarve des Tümpeltyps (pond type) |
Der Feuersalamander im NaturforumAm 2. März hielt Dr. Sebastian Steinfartz im Rahmen des monatlichen Naturforums des NABU einen Vortrag über den Feuersalamander (S. salamandra). In den letzten Jahren im Rahmen seiner Forschung gewonnene Erkenntnisse zeigen den Beginn einer genetischen Aufspaltung der Feuersalamander des Kottenforstes in zwei neue Arten mit unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien: Eine Gruppe der larvengebärenden Feuersalamander dieses Gebietes setzt ihre Larven in Bächen ab, wo sie bis zur Metamorphose heranwachsen, die andere in stehenden Kleingewässern, meist Waldtümpeln. Die Larven beider Typen unterscheiden sich z. B. in der erreichten Endgröße vor der Metamorphose und der Dauer des Larvenstadiums. Dr. Steinfartz Arbeitsgruppe hat nachgewiesen, daß diese Unterschiede bereits genetisch nachweisbar sind, und somit nicht einfach morphologische (äußerliche) Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume sind. Da beide Salamandertypen im selben Gebiet (sympatrisch) vorkommen, liegt hier ein Fall von Sympatrischer Artbildung vor, einem Modell der Artbildung, das noch umstritten ist und in Kreisen der Evolutionsbiologen heftig diskutiert wird.Das althergebrachte Modell der „allopatrischen“ Artbildung, nach dem neue Arten aus einer Ursprungsart nur in räumlich getrennten Lebensräumen entstehen können, wird somit als Regelfall in Frage gestellt. Informationen zum Naturforum: karin.stegemann@nabu-koeln.de |
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Biotoppflege im GinsterpfadDer NABU Stadtverband Köln hat am Samstag, den 28.02. 2009 wieder eine Pflegemaßnahme Im Naturschutzgebiet „Am Ginsterpfad“ durchgeführt. Das NSG ist Eigentum der Stadt Köln, von dem der NABU es gepachtet hat. Der NABU ist verpflichtet, sich um den Erhalt des Charakters dieser ehemaligen Kiesabgrabung zu kümmern. Zu diesem Zweck waren nun wieder Freiwillige im Einsatz, um Weidenschößlinge zu „ziehen,“ das heißt, sie mitsamt Wurzelwerk zu entfernen, da diese Baumart sich immer wieder, und zudem sehr schnell, selbst dort aussät,. Geschähe dies nicht, würde das NSG bald „verbuschen“, also mit Bäumen und Sträuchern zuwachsen. Die seltenen Pflanzen und Tiere des NSG, die Offenland zum Überleben benötigen, würden dort aussterben. Weitere Informationen zum Ginsterpfad: annette.schumacher@nabu-koeln.de |
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Die Winterwanderung in der Nordheide: Den Tapferen half das WetterEin Trupp von zehn Unverzagten machte sich am 21. Februar auf, um unter der Führung von Achim Urmes die Waldgesellschaften der nördlichen Wahner Heide kennenzulernen. Diejenigen, die nach zwei Tagen Karneval noch die Kondition dazu hatten und dem Wetterbericht geringe Bedeutung zumaßen, wurden mit einer trockenen, höchst informativen Wanderung belohnt. Rund um die Pionierbecken I und II wurden den Teilnehmern der Veranstaltung verschiedene Waldgesellschaften samt Bewohnern vorgestellt, und einiges zu ihrer Geschichte in der Wahner Heide erläutert: vom Eichen-Hainbuchen-Wald bis zum Bachbegleitenden Erlen-Hainbuchen-Bruchwald. Aber natürlich gab es auch Heideflächen zu sehen. Herr Urmes erläuterte, wie sie durch menschliche Nutzung über Jahrhunderte auf eigentlich viel zu nährstoffreichen Böden entstanden und welche Schwierigkeiten heute bestehen, diese Flächen unter veränderten Umweltbedingungen zu erhalten. Ein amüsanter, lehrreicher und erholsamer Ausflug für alle, die neugierig auf Natur waren. |
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Das Rheinschiff der Universität zu KölnIm Rahmen des monatlich
stattfindenden Naturforums des NABU Köln
stellte Dr. Georg Becker am 2. Februar 09 das Rheinschiff der Universität
und seine Forschungsprojekte vor. Anhand
von Artenlisten, Abundanzen (Häufigkeit) von Tierklassen und
Messungen von abiotischen Faktoren wie Sauerstoffgehalt und Temperaturmittel
konnte er nicht nur den Weg bis in die Vernichtung höheren Lebens
im Unterlauf des Rheins in den 60er Jahren, sondern auch seine Wiederbesiedlung
nach dem Zunehmenden Bau von Klärwerken entlang des Flusses und an
den Gewässern seines Einzugsgebiets veranschaulichen. Teils werden diese freigewordenen Nischen im Ökosystem Rhein von den neuen Arten besetzt, teilweise sind sie aber auch besser an die veränderten, und sich weiter verändernden Lebensbedingungen im Rhein angepaßt. So hat sich im Rhein seit wenigen Jahren eine asiatische Muschelart, die Körbchenmuschel, massenhaft vermehrt, die einheimische Muscheln verdrängt, die aufgrund ihrer Toleranz und Vorliebe für höhere Wassertemperaturen den heimischen überlegen ist. Wenn diese durch Hitzestress ihre Filtriertätigkeit schon weitgehend eingestellt haben, laufen die asiatischen Konkurrenten erst zu Höchstform auf. Bei Wassertemperaturen von mehr als 27°C im Sommer nicht verwunderlich. Dank menschengemachten Klimawandels werden in Kürze Temperaturen bis 30°C erwartet. Auch die Chinesische Wollhandkrabbe hat sich inzwischen in Megapopulationen im Rhein etabliert. Sie erreicht die Ausmaße eines Taschenkrebses und frißt, obwohl Allesfresser, bevorzugt Fisch. Weder ihre Populationsdichte, noch ihre Auswirkungen auf das Ökosystem Rhein, können effektiv untersucht werden, da der Rhein als dynamischer Lebensraum mit starken Wasserstandsschwankungen und –strömung schlicht nicht zugänglich ist. Weitere Arten, auch Wirbeltiere wie Fische werden durch den Rhein-Main-Donau-Kanal in den nächsten Jahren einwandern oder tun es bereits. Meist sind dies ebenfalls wärmetolerante Arten. Beispielsweise verdrängen kaspische Grundeln, wie die Kesslergrundel oder die Schwarzmundgrundel zur Zeit die heimische Mühlkoppe, einen Fisch, der eigentlich Bachläufe bewohnt, sich aber in den letzten Jahren erfreulicherweise dank der stark verbesserten Wasserqualität auch in der Kölner Rheinstrecke etablieren konnte. Zum Abschluss führte Dr. Becker durch das Schiff, stellte aktuelle Forschungsprojekte und Anlagen zur Untersuchung von ökologischen Zusammenhängen vor. Auch das Wollhandkrabbenstreicheln wurde gerne ausprobiert. Weitere Infos und auch einen Flyer im PDF-Format finden Interessierte hier. |
Angeregte Diskussion zwischen zwei- und vierbeinigen Landschaftspflegern über den Erfolg der Pflegemaßnahmen
Dirk Ferber erläutert Ablauf und Erfolg der Pflegemaßnahmen |
Winterwanderung durch den GeisterbuschAm 31. Januar 09 fand in der Wahner Heide eine Winterwanderung durch den Geisterbusch, eine einst durch traditionelle Viehhaltung entstandene Offenlandschaft, statt. Dirk Ferber und Jörg Pape, beide ausgewiesene Experten und langjährige Kenner der Heide, berichteten den Teilnehmern der Führung von Geschichte und Entwicklung des Geisterbusches in den letzten Jahren. Anhand von Photos wurden die Veränderungen in bestimmten Bereichen vor Augen geführt und die Bedeutung der aktuellen Pflege- und Schutzmaßnahmen in diesem Gebiet erläutert. Um die erneute Bewaldung (Sukzession) des Geländes zu verhindern, muss das Areal „gepflegt“ werden. Durch eine Kombination von Beweidung in Koppelhaltung und Entbuschung wird der Charakter des Geisterbusches und seine ökologische Qualität als Lebensraum einer Vielzahl von seltenen Tierarten erhalten. In den Koppeln sollen Glanrinder und „Landschaftspflegeziegen“, eine speziell für diesen Zweck „komponierte“ Mischung aus verschiedenen Ziegenrassen, durch Beweidung das Aufwachsen von Jungholz verhindern. Giftige und extrem ausbreitungsfreudige Arten, wie die Amerikanische Traubenkirsche (Prunus serotina), ein Neophyt, müssen mit geeigneten maschinellen Methoden regelmäßig gerodet werden, um ihre Ausbreitung einzudämmen. Ansonsten werden die Calluna-Heide und die mit ihr assoziierten Pflanzengesellschaften überwuchert. Heidelerche und Schwarzkehlchen, die auf offene Landschaften angewiesen sind, verlieren ihren Lebensraum. Eine weitere Gefährdung dieser Vogelarten konnte im Bereich des Geisterbusches weitgehend abgestellt werden: Störungen durch Besucher und, vor allem, freilaufende Hunde. Verantwortungslose Egoisten haben in der Vergangenheit den Bestand seltener, bodenbrütender Vogelarten ernsthaft geschädigt. Durch das „Jagen ihrer Hunde in jeden Busch“, wie sich Jörg Pape, der ehemalige Leiter des Bundesforstamtes Wahner Heide ausdrückte, wurden die Vögel derart gestreßt, dass ihre Brutpopulation stark zurückging. Der ungelenkte Besucherstrom tat sein Übriges. Die Abzäunung von Koppeln hat somit auf zweierlei Art die Situation verbessert: Vögel werden nicht mehr beim Brutgeschäft gestört, weil Besucher keinen Zutritt mehr zu bestimmten Bereichen des Geisterbusches haben, und freilaufende Hunde werden durch dieselben Elektrozäune, die das Vieh in der Koppel halten, aus diesen herausgehalten. Positiver
Nebeneffekt für die Besucher: Das ehemals extrem scheue
Schwarzkehlchen fühlt sich mittlerweile in den Koppeln so sicher,
daß es sich von den Wegen im Geisterbusch aus bequem und häufig
beobachten läßt. Bedauerlicherweise ist diese Selbstverständlichkeit leider für einige Besucher der Heide keine solche. So musste festgestellt werden, dass einige der für manche wohl nur lästigen Pfützen auf Rösrather Weg und November durch das Anlegen kleiner Entwässerungsgräben trockengelegt wurden. Hiermit wurde und wird der Lebensraum eines äußerst seltenen Krebstieres vernichtet, des Echten Kiemenfußes (Branchipus schaefferi). Der „Urzeitkrebs“ besiedelt eben solche, schnell wieder austrocknende (temporäre) Gewässer in der Wahner Heide. In Deutschland galt er bis in die 1990er Jahre hinein als ausgestorben. Hier wird eine Rarität aus Bequemlichkeit vernichtet. Andere Gewässertypen kann der Krebs nicht nutzen, da er an solche Kleingewässer, die aufgrund der Kürze ihrer Existenz nicht von Räubern wie Libellenlarven oder gar Fischen besiedelt werden können, angepaßt ist: Die Tiere wachsen sehr schnell und leben nur kurze Zeit. Sie bilden sogenannte Dauereier aus, die im Staub der ausgetrockneten Pfütze, Trockenheit, Hitze und Kälte trotzen, um dann, nach dem nächsten Regen, eine Population von Kiemenfüßen „aus dem Nichts“ entstehen zu lassen. |
Virtuelle NaturerlebnisseDie NABU Verbände Köln und Rhein-Sieg haben im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit den Firmen Terrestris und GeoDv mit erheblichem finanziellem und arbeitsintensivem Aufwand eine interaktives Kartenportal für die Naturschutzgebiete Wahner Heide und Königsforst entwickelt. Dieses Internetangebot richtet sich sowohl an Besucher der NSGs als auch an dort aktive Naturschützer. Besucher können sich im Vorfeld eines Ausflugs online z. B. über Wanderwege, Reitwege, Parkplätze, Gastronomie, Informationszentren, Geologie, Lebensräume, Verbreitungsgebiete bestimmter Tierarten und vieles mehr informieren. Eine automatische Berechnung von Wegstrecken und Flächen steht ebenfalls zur Verfügung. Mit den ausgewählten Informationen lassen sich individuelle Karten erstellen, die als PDF-Dokumente druckbar sind. Auf den Karten sind weiterhin viele Sach- und Bildinformationen einblendbar, die Landschaften, Tiere, Lebensräume, Wege, Namen, Portale und vieles mehr beschreiben und zeigen. Aktive Naturschützer werden in einem nicht öffentlich einsehbaren Bereich z. B. ihre Erfassungen in einer Datenbank einstellen und als Funkpunkte und Foto im Kartenmaterial anzeigen lassen können. So können die Beobachtungen Vieler zusammengeführt und detaillierte Verbreitungskarten erstellt werden. Aufgrund der hohen Auflösung der Karten werden z. B. auch die Darstellungen individueller Homeranges einzelner Individuen möglich, die sich flächig und mit Grenzlinien anzeigen lassen können. Die Kombination verschiedener Informationen, z. B. von Geologie, Vegetation, u. a. mit den Fundpunkten kann wertvolle Informationen über die Ökologie von Tieren und Pflanzen liefern. Es kann hier nur eine Andeutung der Möglichkeiten geboten werden, die das neue Kartenportal bieten wird. Die Arbeit an ihm steht kurz vor dem Abschluss. Eine Verlinkung von dieser Seite zum Kartenportal wird erfolgen. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der virtuellen Erforschung von Wahner Heide und Königsforst und beim „Basteln“ Ihrer eigenen Karten für Ihre Exkursionen. |
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